Alle Zeichen stehen auf Grün – Zero Waste und Nachhaltigkeit im Alltag

Tue Gutes und rede darüber! Wer Alternativen zu Plastik verwendet, schützt die Umwelt und kann die Erfahrungen teilen, um den Alltag aller nachhaltiger zu gestalten. Die Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Vollberg untersucht, wie der Austausch zum Thema kritischer Konsum, Zero Waste und Nachhaltigkeit zwischen Bürger*innen und Forschenden am besten funktionieren kann. Im Kurzinterview erzählt sie, wie Nachhaltigkeitskommunikation und Citizen Science im Rahmen des Bürgerforschungsschiffs Make Science Halle wirkungsvoll zusammenkommen.

Wusstest du schon…

  • …, dass wir im Schnitt 65 Kleidungsstücke pro Jahr kaufen? Das ist mehr als ein Teil pro Woche.
  • …, dass es biologisch abbaubare Wasserflaschen aus Algen gibt sowie Wasserkugeln mit essbarer Algenmembran, wodurch sich der Plastikmüll stark reduzieren lässt?
  • …, dass Müllvermeidung, kritischer Konsum, fair produzierte Mode und Plastikverzicht für viele Menschen einen wachsenden Stellenwert in ihrem Alltagshandeln bekommen?

Was bewirkt die Nachhaltigkeitskommunikation?

Das Projekt Make Science Halle beispielsweise bietet Nachhaltigkeitskommunikation als ein Forum, in dem sich jeder über spannende Entwicklungen in der blauen Bioökonomie informieren und in Workshops gleich selbst an der Forschung teilnehmen kann. So entsteht ein lebendiger Austausch von Wissen und Erfahrungen, der wiederum die Forschung vorantreibt.

Warum ist Bürger*innenforschung so wichtig?

Immer mehr Menschen betreiben Foodsharing, nutzen nachhaltige Kleidung und verzichten auf Plastik zum Wohle der Umwelt. Wenn Forschende mehr über das veränderte Alltagshandeln und Konsumverhalten wissen, können Produkte und Produktion noch ökologischer werden. Wie klappt was am besten? Wie weit geht der einzelne in Sachen kritischer Konsum. Welche Alternativen gibt es bereits? Um das zu erfahren, ist die Vernetzung wichtig.

Womit beschäftigen Sie sich?

Als Kommunikationswissenschaftlerin und Referentin im Bereich Nachhaltigkeit untersuche ich den Dialog zwischen Forschenden und Bürger*innen. Ziel ist es, erfolgreiche Wissensvermittlung um alternative Lebensmodelle zu untersuchen und zu schauen, welche Möglichkeiten der öffentlichen Teilhabe an Forschungsprozessen in diesem Bereich digitale Medien und soziale Netzwerke bieten.


Prof. Dr. Susanne Vollberg lehrt an der Abteilung Medien- u. Kommunikationswissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und arbeitet zu den Bereichen Nachhaltigkeits- und Gesundheitskommunikation, Citizen Science und Green Blogging. Zudem engagiert sie sich im Vorstand von science2public e.V.

Warum sind Sie an Bord der Make Science Halle?

Die ungewöhnliche Umgebung des Schiffes ermöglicht ein kreatives Denken und einen offenen Umgang miteinander. Es geht nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern um die Wissensgenerierung durch das gemeinsame Tun.

Was begeistert Sie am Thema Citizen Science?

Die verschiedenen Projekte nicht nur zur Bioökonomie ermöglichen die aktive Teilhabe und Vernetzung interessierter Bürger*innen rund um nachhaltigkeitsorientierte Themen wie Müllreduzierung, ressourcenschonender Umgang mit Wasser und Nahrung oder auch kritischer Konsum. Dabei geht es in der Nachhaltigkeitskommunikation um die Möglichkeiten und Grenzen verhaltensändernder Potentiale. Bewirkt die Thematisierung und Information über “No Plastic!”, nachhaltige Mode oder Foodsharing (online und im Rahmen konkreter Veranstaltungen) langfristige Veränderungen des Konsumverhaltens und Alltagshandelns der beteiligten Bürger*innen?

Welchen Einfluss kann die Nachhaltigkeitskommunikation auf weltweites Umdenken hin zu einem ressourcenschonenden Leben haben?

Wenn man erst einmal anfängt, über den Sinn bestimmter Produkte oder über die Folgen tagtäglichen Konsumentscheidungen nachzudenken, verändert sich das Alltagshandeln der meisten Menschen. Alles, was wir kaufen, essen oder wie wir reisen, hat Auswirkungen auf unsere Umwelt. Oder, um mit Dr. Jane Goodall zu sprechen: „What you do makes a difference. And you have to decide what kind of difference you want to make.”


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