Im Rahmen dieses Citizen Science Projekts erheben Bürgerforscher*Innen Daten über die Gewässergüte der Saale. Das Projekt wurde im Sommer 2020 im Rahmen eines Studierenden-Projekts erarbeitet und wird 2021 weiter ausgebaut.

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Experte an Bord: Prof. Dr. Charli Kruse
Experte an Bord: Prof. Dr. Charli Kruse

Direktor der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie, Fachbereich Zellbiologie am Institut für Medizinische und Marine Biotechnologie der Universität Lübeck

Wie sauber ist die Saale?

Aktuell ist es möglich eine Saalewasserprobe an der Anlegestelle zu entnehmen oder von einem selbstgewählten Punkt am Verlauf der Saale an Bord zu untersuchen. Dabei können die Proben auf 4Parameter hin analysiert werden. Es stehen Testkits bereit, mit denen Nitrat- und Phosphatgehalt im Wasser untersucht und gesamt Härte und pH-Wert erhoben werden können. Die Bürgerforscher*innen können die Daten mit einem Online-Formular in eine Datenbank einspeisen

Ziele für 2021

Neu geprüft ab 2021 im Rahmen der Aqua-Check-Tests an Bord der Make Science Halle wird eine Analyse der Badequalität/Keimzahlen des Saalewassers durch geeignete Testverfahren, durchgeführt durch Anwohner*innen an Zufluss Stellen zur Saale als Citizen-Science-Station auf der Make Science Halle mit fachlicher Leitung und Beteiligung relevanter Fachbereiche an regionalen Hochschulen mit Fokus auf Umweltsensorik und Umweltinformatik.

Die Ergebnisse zur jeweiligen Badequalität sollen öffentlich wirksam bekannt gemacht werden. Dabei wird folgendes Mitforschungsdesign gemeinsam mit Studierenden der Martin-Luther-Universität(MLU) aus der Bio-Didaktik und weiteren Fachpartner*innen wie dem UFZ Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – Department für Aquatische Ökosystemanalyse in Magdeburg (Prof. Dr. Dietrich Borchardt) aufgelegt und erprobt: In Bezug auf die Qualität der Saale als Badegewässer spielen (innerhalb Halles) die Verunreinigungen durch die 25 Mischwasserzuflüsse eine große Rolle. Um diesen Einfluss zu untersuchen, wird das Flusswasser auf verschiedene Bakterien wie die Escherichia coli und coliforme Bakterien sowie intestinale Enterokokken hin untersucht.

Mithilfe von visocolor Eco-Test-Kits können gemeinsam mit Teilnehmer*innen der Stadt- und Zivilgesellschaft, insbesondere auch in Zusammenarbeit mit Schulen, Wasser- und Sediment-Proben der Saale auf verschiedene Stoffkonzentrationen hin untersucht werden.

Ergänzend möchte dieses Forschungsverfahren, das explizit als Mitforschungs-, also Citizen Science Projekt aufgebaut werden soll, eine sog. “Bunte Reihe” umsetzen, um Bakterien zu bestimmen. Dabei wird die Flusswasserqualität durch folgende chemische Probenentnahmen auf folgende Parameter hin untersucht: Ammonium, Chlorid, Nitrat, Nitrit, ph-Wert und Gesamthärte, Leitfähigkeit, Phosphat, Sauerstoffgehalt, Sulfat und Sulfid. Gelöst im Wasser oder angereichert an Schwebstoffe oder Sedimente können die Schwermetalle Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink, sowie das Halbmetall Arsen gesundheitsschädlich wirken.

Mikroplastiklabor

ENTSTEHUNG

Plastikstücke, kleiner als 5 mm, werden als Mikroplastik bezeichnet. Es wird zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik unterschieden. Kleine Plastikpartikel, hergestellt als Werkstoff und für Kosmetik, zählen zu primärem Mikroplastik. Zerfällt Plastik durch äußere Einflüsse, wie Sonneneinstrahlung, Wind und Wellen, zu immer kleineren Plastikpartikeln, handelt es sich um sekundäres Mikroplastik.

PROBLEMATIK

Plastik und Mikroplastik ist mittlerweile überall auf unserem Planeten zu finden. Tiere verwechseln Plastik mit Nahrung, so gelangt es in die Nahrungskette und letztendlich auch auf unseren Teller. Außerdem sammeln sich Schadstoffe und Krankheitserreger auf der Oberfläche an. Es ist bewiesen, dass dadurch die Meerestiere an Entzündungen leiden und ihre Sterberate sich erhöht.

DETEKTION

Um Gewässer auf Mikroplastik zu untersuchen, muss die Probe zunächst filtriert werden. Der Filter kann anschließend optisch mit dem Mikroskop untersucht werden. Mithilfe von verschiedenen Methoden, z. B. der Raman- oder FTIR-Spektroskopie, kann unterschieden werden, ob es sich um Mikroplastik oder um einen anderen Partikel, z. B. Sand oder Algen, handelt.

VERPACKUNGEN

Plastik ist ein beliebtes Verpackungsmaterial. Zum Transport und zum Schutz von Alltagsprodukten und Lebensmitteln eignet sich Kunststoff besonders gut, da er leicht und vielfältig ist. So entsteht aber auch sehr viel Verpackungsmüll, der oft in der Natur endet.

KOSMETIKPRODUKTE

In der Kosmetik werden Kunststoffe nicht nur in fester Form, wie z. B. als Peeling, eingesetzt, sondern auch als Wachs, Gel oder in flüssiger Form. Das Plastik in Cremes, Lotionen, Mascara und Lippenstift gelangt direkt oder beim Abspülen ins Abwasser. Trotz aufwendiger Abwasseraufbereitung können die kleinen Partikel nicht aus dem Wasser entfernt werden und gelangen so ins Grundwasser und ins Meer

VIELSEITIGE WERKSTOFFE

Trotzdem sind Kunststoffe wichtige Werkstoffe in verschiedenen Anwendungen, denn sie sind vielseitig und wandelbar. Positive Eigenschaften sind zum Beispiel die Formbarkeit, Härte, Temperaturbeständigkeit und Bruchfestigkeit. Als Werkstoff werden Plastikpellets unter anderem im Leichtbau (z.B. Flugzeuge und Elektromobilität) und im medizinischen Bereich (z.B. Einwegspritzen, Handschuhe, etc.) eingesetzt.


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