2. Saaleexpedition

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06.09.2020

Bei wunderbaren spätsommerlichen Temperaturen nahm die MakeScienceHalle wieder Fahrt auf. Das Ziel unserer 2. Saale-Expedition: Die Landschaften der Franzigmark.

Aktivitäten:

Im warmen Sonnenschein wurden die Teilnehmer*Innen auf dem Oberdeck willkommen geheißen. Ilka Bickmann gab einen kleinen Einblick in die Angebote an Bord, stellte die Crew und den geplanten Verlauf der Fahrt vor.

Simon Grambau lud die BürgerInnen zu einem Workshop an der neuen CNC-Fräse ein. Im Workshop konnten die Teilnehmer*Innen ein Schiffsmodell designen und zusammenbauen. Dabei durchliefen sie den gesamten Prozess und erlebten wie aus einer Zeichnung ein 3D-Modell und schlussendlich das fertige Produkt entsteht. Dabei wurde er von Martin Rauch tatkräftig unterstützt.

Auf dem Oberdeck wurde der Ausblick auf die Biodiversität des Saaleufers genossen, während in der Algenkombüse schon fleißig am ersten Gang des Wissensmenüs gearbeitet wurde. Der Algen-Smoothie mit Spirulina war ein gelungener Einstieg in das Thema der Bioökonomie, denn zu jedem Gang wurde den Bürger*Innen von Silvana Tornack ein kleiner Wissenshappen serviert, der etwas mehr über die Alge Spirulina platensis verriet. Der Wissenshappen zum ersten Gang verschaffte erst einmal einen Überblick über die Vielfalt der Algen im allgemeinen, die Heimat der Spirulina und ihre Inhaltsstoffe.

Die beiden Geologie-Bachelor-Studentinnen Julia Behrens und Michelle Hillmann entnahmen während der Fahrt wieder Wasserproben und führten die ersten Schritte der Analyse durch. Die Bürger*Innen waren dazu eingeladen es ihnen gleich zu tun und im Rahmen des Bürger-Monitorings selbst forschend tätig zu werden.

Als zweiter Gang des Algen-Wissensmenüs wurden die mit Spirulina gefärbten allseits beliebten Algen-Waffeln serviert. Passend dazu erfuhren die Gäste etwas über die Risiken bei der Produktion der Spirulina und auf welche Dinge sie beim Kauf achten sollten.

Gegen Mittag legte die Make Science am Saalekiez in Brachwitz an und allen voraus stürmten mit keschern bestückte Kinder von Bord, die ganz wild darauf waren endlich das Ufer zu erkunden. Sie wurden von unserem neuen FÖJler Tim Gabriel und dem ehemaligen FSJler Tristan Roesch begleitet. Es wurde allerhand Müll und Plastik gefunden, aber auch vielversprechende Wasserproben voller Pflanzenrückstände abgefüllt. Die älteren Bürgerforscher*Innen vertraten sich die Beine oder nahmen im Saaelkiez einen kleinen Imbiss ein.

Nach dem alle großen und kleinen ForscherInnen wieder an Bord waren, legte die MakeScience ab und nahm Fahrt Richtung Halle auf. Die gesammelten Proben wurden begeistert unter dem Mikroskop untersucht. Dabei wurden die ForscherInnen von Tim Gabriel angeleitet. Es wurden Fotos aufgenommen und konnten direkt an Bord ausgedruckt und als Andenken mitgenommen werden.

An der Fisch-Leder-Button-Maschine konnten wieder hübsche kleine Buttons hergestellt werden. Eine Besucherin regte an, dass kleine Kettenanhänger als Fischleder sicher auch sehr hübsch wären. Diese Idee wird weiterverfolgt und in unser Repertoire aufgenommen. In Zukunft wird es also auch die Möglichkeit geben, kleine Kettenanhänger herzustellen. Sie dürfen gespannt sein.

Der dritte Gang des Algen-Wissensmenüs, serviert von unserem neuen FSJler Christopher Bellmann kam sehr gut an. Der von Simon Grambau kreierte alkoholfreie Spirulina-Mojito wurde zu Informationen über die wissenschaftlich nachweisbaren Heilwirkungen der Spirulina-Alge genossen.

Während der gesamten Fahrt nahm Andrin Schumann die Stimmen der Bürgerforscher*Innen und Crew-Mitglieder auf, um sie für ihren Podcast „Anhaltspunkte“ zu verwenden. Im Oktober wird die Folge zum Forschungsschiff veröffentlicht.

Als Abschluss des Menüs folgte kurz darauf das minzgrüne Spirulina-Eis im Waffelbecher. Liebevoll von Annick Bickmann dekoriert, war es besonders hübsch anzusehen und schmeckte offenbar nicht nur den kleinen Forscher*innen, die regelrecht angestürmt kamen, als das Wort Eis fiel.

Am frühen Nachmittag legte die MakeScienceHalle wieder am Riveufer an. Sicher wird der/die Eine oder Andere uns bald wieder besuchen und wissen wollen, was es neues Bord zu entdecken gibt.

Projektverantwortliche Studierende:

Julia und Michelle nahmen Proben für ihre Bachelor-Arbeiten und beantworteten Fragen zu ihrer Forschung.

Gäste:

Dieter Katzer
Andrin Schumann

Kooperationspartner:

Anna von Grünewaldt