2021 soll die Algenstraße um min. 2 neue Module erweitert werden. In Zusammenarbeit mit Frau Prof. Griehl der FH Anhalt arbeiten wir an neuen Formaten zum Einsatz von Algen in der Kosmetik und als Treibstofflieferant.

Prof. Dr. Carola Griehl
Prof. Dr. Carola Griehl

Professorin für Biochemie an der Hochschule Anhalt, Direktorin des Center of Life Sciences und Leiterin des Kompetenzzentrums Algenbiotechnologie

Unter fachlicher Begleitung durch die FH-Anhalt wurde 2020 an Bord der Make Science Halle ein Photobioreaktor instaliert. Dieser dient zum Einen als technisches Anschauungsobjekt, um die Funktionsweise solcher Apparaturen zu verdeutlichen undproduziert darüber hinaus Algen für die Workshops und Seminare an Bord. Besucher*Innen können selbst Proben entnehmenund anschließend untersuchen.

Aquakultur von Mikroalgen in Photobioreaktoren in Form von Blasensäulen

WOFÜR IST DER DENN EIGENTLICH GUT?

In Photobioreaktoren werden die optimalen Lebens- und Wachstumsbedingungen von Algen untersucht und Algenbiomasse im großen Maßstab produziert.

NACHHALTIGE ROHSTOFFPRODUKTION

Durch ihre nach außen hin abgeschlossene Bauweise zeichnen sich diese Systeme durch einen sehr geringen Wasserverbrauch und eine große Reinheit und somit Qualität der Produkte aus.

PROBENENTNAHME

Die Algen werden in der Natur gesammelt, im Labor bestimmt und isoliert weitergezüchtet. So entsteht Stück für Stück ein riesiges Arten-Archiv.

KULTIVIERUNG

Im Labor werden viele verschiedene Parameter gemessen, um die optimalen Wachstumsbedingungen herauszufinden, sodass den Algen unter den besten Bedingungen ein maximales Wachstum ermöglicht werden kann.

UNTERSUCHUNG

Die Algen (Biomasse und Metabolite) werden auf ihre Inhaltsstoffe hin genauestens untersucht. Sie bergen ein schier unendliches Spektrum unterschiedlichster Inhaltsstoffe. Daraus ergibt sich ein enormes Potenzial von Anwendungsmöglichkeiten für viele verschiedene Industriezweige.

LANDWIRTSCHAFT

Mikroalgen eignen sich hervorragend als Biotreibstoff. Sie produzieren bis zu 100 Tonnen Trocken-Biomasse pro Hektar und Jahr (Zuckerrohr: 17 t, Weizen 3,5 t). Dabei verbrauchen nur einen Bruchteil der Wassermenge

WELTKLIMA

Als Hauptsauerstoffproduzent der Erde liefern Mikroalgen bis zu 90%des gesamten Sauerstoffbedarfs aller höheren Lebewesen. Sie sind dementsprechend ein optimaler Speicher für das klimaschädliche Gas CO2. Die Nutzung der Energie aus Algen-Biomasse z.B. durch Verbrennung ist annähernd CO2-neutral.

ARCHITEKTUR

In Sekundärfassadensystemen, wird durch die Integration einer Fläche von Photobioreaktoren die Gewinnung und Nutzung von Biomasse aus Mikroalgen und solarer Wärme am Gebäude ermöglicht.

Blasensäulen sind nur eine von vielen Formen, die Photobioreaktoren haben können

Bildquellen v.l.n.r.:

http://www.gaet.gicon.com/produkte-leistungen/mikroalgen-kultivierung/giconr-photobioreaktor.html

https://www.derstandard.de/story/2000100659991/rohstoff-mit-potenzial-mit-algen-ein-gruenes-wunder-erleben

https://www.detail.de/artikel/die-bioenergiefassade-ein-ressourcenschonendes-und-produzierendes-fassadensystem-34806/